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Der Krankheitsverlauf bei Rudi
Ende Februar 1999
wurde Rudi kastriert.
Ende März 1999
trat das lineare Granulom bei Rudi zum ersten
Mal auf. Rudi hatte immer wieder großflächige offene Wunden an verschiedenen Stellen, deren
Ursache die Tierärzte immer in Kampfverletzungen sahen. Vier Tierärzte behandelten mit
Cortison- Depots und verschiedenen Antibiotika. Erst der fünfte Tierarzt vermutete den eosinophilen
Granulom Komplex als Ursache. Zum ersten Mal wurde ein Blutbild gemacht, behandelt wurde jedoch
weiterhin mit Cortison- Depots.
Zu der Zeit war ich oft in einem Katzen- Chat. Bald stellte sich heraus, daß dort zwei Teilnehmer Katzen hatten,
welche ähnliche Symptome zeigten. Wir begannen im Internet nach Informationen zum eosinophilen Granulom zu suchen,
wobei Infos zu diesen Thema noch recht spärlich waren. Gleichzeitig zeigten die Cortison- Depots bei Rudi kaum noch
Wirkung und ich suchte dringend eine Alternative. Im Spätjahr 2001 gründeten wir die Mail- Gruppe "eosinophiles
Granulom", aus der das Forum "eosinophiles Granulom" hervor ging. Ein neues Mitglied informierte dort erstmalig über
die Möglichkeit einer Hormonbehandlung.
Ein Tierarzt im Raum Hamburg hatte eine Katze mit eosinophilem Granulom Komplex erfolgreich mit Hormonen für Frauen in
den Wechseljahren behandelt.
Daraufhin suchte die Halterin nach einem Präparat aus der Veterinär- Medizin und fand MegeCat, ein Präparat
der Firma Vetoquinol (Frankreich)
Anfang November 2001 verabreichte ich zum ersten mal MegeCat. Bereits nach der zweiten
Pille, also nach 4 Tagen trat eine deutlich sichtbare Verbesserung ein. Innerhalb von 14 Tagen waren alle Wunden vollkommen
abgeheilt. Es zeigte sich dann, daß bei Rudi die Dosis von einer Pille MegeCat (5mg Megestrolacetat) im Abstand von
14 Tagen vollkommen ausreichte um weitere Ausbrüche zu verhindern. In der Zeit von 2001 bis 2006 unternahm ich mehrere
Versuche MegeCat abzusetzen. Diese Versuche führten immer, innerhalb weniger Wochen, zu einem erneuten heftigen
Ausbruch des linearen Granuloms.
Ab März 2006 begann ich, täglich 5 Tropfen medizinisches Nachtkerzenöl zu
verabreichen, in dem ich das Öl einfach unter ein Naßfutter mit hohem Anteil von Soße mischte.
Ende Juni 2006 setzte ich MegeCat ab, verabreichte jedoch weiterhin täglich 5 Tropfen
Nachtkerzenöl.
Ende Juli 2006 stellte ich die Verabreichung von Nachtkerzenöl vollkommen ein. Seit
dieser Zeit ist Rudi vollkommen beschwerdefrei. Es kam zu keinem weiteren Ausbruch des e. G.
Februar 2007 Fast sieben Monate sind inzwischen vergangen und Rudi zeigt keinerlei
Symptome. Ab und zu gebe ich noch, in unregelmäßigen Zeitabständen, etwas Nachtkerzenöl
über das Futter.
Januar 2008 Rudi ist immer noch vollkommen beschwerdefrei. Seit einem Jahr bekommt er
weder Medikamente noch Nachtkerzenöl. Ich denke, er hat das e. G. endgültig
überwunden.
Beim eosinophilen Granulom Komplex wird eine Störung des Immunsystems vermutet. Es stellt sich nun die Frage, ob das
Immunsystem nach einer gewissen Zeit durch die Hormonbehandlung positiv beeinflußt wird, ob diese Störung durch
eine langfristige konsequente Behandlung mit Nachtkerzenöl positiv beeinflußt wird, oder ob sich das Immunsystem
im Laufe der Jahre selbst regeneriert. Diese Frage kann wohl im Moment nicht beantwortet werden. Dazu müßte man
mehrere vergleichbare Behandlungsverläufe zur Hand haben.
August 2008 noch im vergangenen Januar war ich der der Meinung das e.G. wäre
überwunden. Noch im Juli 2008 war ich der felsenfesten überzeugung das e.G. würde nie mehr auftauschen, aber
es kommt oft ganz anders.
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